Physiotherapie

Die moderne Physiotherapie nimmt die Persönlichkeit und die Lebenszüge der PatientInnen wahr und entwickelt damit eine ganzheitliche bio-psycho-soziale Sichtweise auf die Beschwerden am Bewegungsapparat. Als Physiotherapeutin arbeite ich nach evidenzbasierten Richtlinien. Alle Interventionen, die ich anwende (z.B. manuelle Triggerpunkt-Therapie, integrative Beckenbodentherapie, manuelle Therapie und das funktionelle Training), basieren auf neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen aus der medizinischen und therapeutischen Forschung.

Manuelle Triggerpunkt-Therapie

Die Manuelle Triggerpunkt-Therapie (IMTT®) ist eine sehr wirkungsvolle Schmerztherapie. Oft können langjährige Schmerzen gelindert oder vollkommen gelöst werden. Die Triggerpunkt-Therapie ist vielfach wissenschaftlich belegt und international weit verbreitet. Das Behandlungskonzept der IMTT® besteht aus einem systematischen 6-Schritte-Programm: vier manuelle Techniken werden ergänzt durch Maßnahmen der Detonisierung, Dehnung und funktioneller Kräftigung der Muskulatur.

Die Triggerpunkt-Therapie eignet sich auch als diagnostische Methode um festzustellen, ob eine myofasziale Ursache dem Schmerzen zugrunde liegt.

Krankheitsbilder, die besonders erfolgreich mit der manuellen Triggerpunkt-Therapie behandelt werden können sind, u.a.:

  • Rückenschmerzen
  • Kopf- und Nackenschmerzen
  • Kiefergelenkschmerzen
  • Muskelschmerzen
  • Knieschmerzen
  • Schulterschmerzen
  • Epicondylitis (Tennisellenbogen)
  • Schmerzen am Bewegungsapparat während oder nach Bewegung & Sport
  • Fersensporn & Fußschmerzen
  • Chronische Zerrungen
  • Schmerzen der gesamten Lenden-Becken-Leisten-Hüft-Region
  • Regelschmerzen (in Kombination mit ergänzenden Verfahren)

Auch diffuse Beschwerden, wie z.B. Koordinationsstörungen, Bewegungseinschränkungen, Muskelschwäche oder Gleichgewichtsstörungen können durch versteckte (latente) Triggerpunkte verursacht werden.

Hintergrund: Die Muskulatur hat einen großen Einfluss auf Störungen des Bewegungsorgans und kann sowohl akute als auch chronische Schmerzzustände direkt verursachen. Durch Überlastung oder traumatische Überdehnung entstehen in einem Muskel oftmals Zonen, die durch eine Sauerstoffunterversorgung charakterisiert sind.

Weitere Informationen zur Manuellen Triggerpunkt-Therapie unter

triggerpunkt-therapie.eu
physiopraxis-hamburg.com

Beckenbodentherapie

Beckenbodentraining und Rückbildung

Das Beckenbodentraining hat im modernen Gesundheitstraining einen hohen Stellenwert. Die aktuelle Studienlage belegt, dass der Beckenboden eine wichtige funktionelle Rolle im tiefliegenden Stabilisationssystem für Becken und Wirbelsäule spielt. Dementsprechend trägt ein gut trainierter Beckenboden u.a. maßgeblich zur Rückengesundheit bei. Ein adäquates und modernes Beckenbodentraining ist vielseitig und funktionell aufgebaut. Es kann sowohl Entspannung in den Alltag bringen als auch Freude bereiten.
Gerade für werdende oder frisch gewordene Mütter ist ein gesunder und funktionsbereiter Beckenboden von großer Bedeutung, um einen gesunden Rücken zu behalten. Ein professionell und individuell betreutes Beckenbodentraining ist somit für jede Mutter ein Muss.

Integrative Beckenbodentherapie

Zu einer fundierten Beckenbodenbehandlung gehört eine ausführliche Anamnese und Befunderhebung mit umfassender Untersuchung der Beckenboden-, Bauch- und Rückenmuskeln. Durch diesen genauen Befund ist es möglich eine individuelle Behandlungsstrategie zu erstellen und damit die bestmöglichen Ergebnisse in der Behandlung zu erzielen.
Zur Behandlung gehören die Wahrnehmungsschulung des Beckenbodens, Übungen zur Kräftigung, Lockerung und Dehnung der Muskulatur rund um den Beckenboden oder bei Schmerzen, die Triggerpunktbehandlung der Beckenbodenmuskulatur.

Typische Indikationen der Beckenbodentherapie:

Weitere Details zur Beckenbodenbehandlung finden Sie unter physio-stabilemitte.de

Physiotherapie der Rektusdiastase

Als Rektusdiastase bezeichnet man das Auseinanderweichen der beiden geraden Bauchmuskeln (Mm Recti abdomini). Diese kann mehrere Ursachen haben: Mangelndes Training, schwaches Bindegewebe oder ein aufgeblähter Bauch können dabei eine Rolle spielen. Am häufigsten kommt eine Rektusdiastase nach einer Schwangerschaft vor. In der Schwangerschaft werden die Bauchmuskeln durch hormonelle Veränderungen weich und locker, um Raum für das Kind zu schaffen. Zusätzlich werden die Bauchmuskeln durch das wachsende Kind stark gedehnt. Dies ist während der Schwangerschaft ein natürlicher Prozess. In vielen Fällen bildet sich die Rektusdiastase von alleine zurück. Jedoch können unterschiedliche Faktoren dazu führen, dass diese Rückbildung nicht statt findet: Bei weit geöffneten Rippenbögen oder zu schnellem, kräftigem Training für dieses noch sehr schwache und weiche Gewebe, kann die Lücke zwischen den geraden Bauchmuskeln vergrößert werden.

Geduld und Fleiß, sowie eine sachverständige Therapeutin sind von großer Bedeutung, um die Rektusdiastase erfolgreich wieder zu schließen.

Der tiefe Bauchmuskel (M.transversus abdominis) ist funktionell mit der Beckenbodenmuskulatur verknüpft. Beide arbeiten synergistisch zusammen. Das bedeutet, dass sie gleichzeitig anspannen und entspannen. Zusammen mit den tiefen Rückenmuskeln (Mm. Multifidii & Mm. Rotatores breves et longi) bilden sie das Stabilisationssystem für Rücken, Rumpf und die gesamte Beckenstatik. Daher kommt ihnen eine besondere Bedeutung in der Rückengesundheit, sowie in der Gesundheit der Kontinenz- und Geschlechtsorgane zu.

Manuelle Therapie

Gegenstand der manuellen Therapie ist die Untersuchung von Gelenkmechanik, Muskelfunktion, Nervenbeweglichkeit sowie der Koordination von Bewegungen. In Abhängigkeit der betroffenen Struktur wird ein individueller Behandlungsplan erstellt.

Die Manuelle Therapie bedient sich sowohl passiver Techniken als auch aktiver Übungen. Zum einen werden blockierte oder eingeschränkte Gelenke mit Hilfe sanfter Techniken mobilisiert, zum anderen können durch individuelle Übungen instabile Gelenke stabilisiert werden.

Ziel des Behandlungskonzeptes: Wiederherstellung eines harmonischen Zusammenspieles zwischen Gelenken, Muskeln und Nerven.

Typische Krankheitsbilder in der Manuellen Therapie

Orthopädische Erkrankungen

  • Arthrose
  • Bandscheibenvorfälle
  • Wirbelsäulenerkrankungen
  • Rückenleiden
  • Fehlstellungen, etc.

Erkrankungen aus der Traumatologie

  • Nachbehandlung von Frakturen
  • Nachbehandlung von Muskel- und Sehnenrissen, etc.

Rehabilitation

  • Behandlung nach Unfällen oder langfristigen Erkrankungen
  • Wiederherstellung der natürlichen Beweglichkeit, Kraft und Geschicklichkeit
  • Wiederherstellung eines natürlichen Gangbildes
  • Rückführung zum Beruf

Faszienbehandlung

Mit der Faszienbehandlung ist in der modernen Physiotherapie von der Behandlung der bindegewebigen Hüllen von Muskeln und Organen die Rede. Diese hauchdünnen Hüllen umschließen auch innerhalb des Muskels alle einzelnen Faserbündel. Bewegungsmangel oder Entzündungsprozesse im Muskel, verursacht durch Überbelastung oder Verletzung, können zu Verklebungen der Faszien führen. Dies macht sich durch Bewegungseinschränkungen oder Schmerzen bemerkbar. Die Faszienbehandlung wird in der Regel von einem „Wohlschmerz“ begleitet und führt zu verbesserter und schmerzfreier Bewegung. Wenn sich die Problematik über mehrere Monate oder Jahre hinweg aufgebaut hat können mehrere Behandlungen notwendig sein bis die Beschwerden vollständig verschwinden. Eine nachhaltige Faszienbehandlung wird immer mit einer Kombination aus Dehnübungen, funktionellem Training und einer Alltagsanalyse begleitet, um die Ergebnisse langfristig zu sichern.

Weiterlesen unter: rolfingverband.de/faszien

Funktionelles Training

Unter funktionellem Training versteht man eine alltagsrelevante und sportart-übergreifende Trainingsform. Sie beinhaltet komplexe Bewegungsabläufe, die mehrere Gelenke und Muskelgruppen gleichzeitig beanspruchen. Es wird in Muskelketten und Synergien gearbeitet. Dabei wird vorwiegend, aber nicht ausschließlich mit dem eigenen Körpergewicht trainiert. Der Körper wird gezielt auf die Belastungen im täglichen Leben vorbereitet. Daher bietet das funktionelle Training den extra Benefit, die Gesundheit der Gelenke und Muskeln langfristig zu verbessern. Funktionelle Bewegungsformen integrieren immer mehrere Muskeln und Muskelgruppen gleichzeitig. Es werden Bewegungen anstelle einzelner Muskeln trainiert. Betrachtet man die Bewegungen des Menschen im Alltag, so fällt auf, dass so gut wie keine Bewegung auf nur ein Gelenk beschränkt ist. Auch Verfechter des Core-Trainings gehen davon aus, dass nur über eine stabile Rumpfmuskulatur effektiv Kraft auf die Extremitäten und damit die gesamte aktivierte Muskelkette übertragen werden kann. Die Grundsätze des funktionellen Trainings und des Core-Trainings sind wichtiger Bestandteil meiner Behandlungen und in meinem Personal Training.

Manuelle Lymphdrainage

Die Manuelle Lymphdrainage ist eine anerkannte Methode in der physikalischen Therapie um Lymphansammlungen verschiedenster Ursachen zu behandeln. Diese besondere Massageform ist abgestimmt auf die Anatomie und Physiologie des Lymphgefäßsystems. Aufgrund ihrer heilungsfördernden Wirkung wird die Manuelle Lymphdrainage auch im Sport und anderen Bereichen erfolgreich eingesetzt.

Indikationen:

  • Schwellungen jeglicher Art v.a. Primär-, Sekundär-, Lipo-Lymph- und Phlebo-Lymphödeme
  • Traumatischen Schädigungen: Haematome, Distorsionen, Muskelfaserriss, Behandlung nach Luxationen
  • Sudeck‘sche Dystrophie
  • Narbenbehandlung
  • Arthrose
  • Ödematöse Veränderungen beim postthrombotischen Syndrom
  • Ulcera cruris verschiedener Genese (venös und diabetisch)
  • Mastodynie
  • Cellulitis
  • Fibromyalgie
  • Sklerodermie
  • Vorbeugung von Falten im Gesicht
  • Vorbeugung der Striae während der Schwangerschaft
  • Im Wochenbett unterstützt die Lymphdrainage die Laktation der Brust nach der Geburt

Senso-Taping®

Die Wirkung des Senso-Tapes wird durch die fachgerechte Anlage spezieller, selbstklebender Tapes (Kinesiotape) über die Haut vermittelt. Über die nervale Verschaltung des Rückenmarks sind Haut, Muskeln, Knochenhaut, innere Organe und Nervensystem miteinander verbunden. Die Wirkung des Senso-Tapings wird einerseits über die sensorische Beeinflussung auf der Haut und andererseits über die führende und stabilisierende Komponente des Sensotapes® entfaltet.

Senso-Tape® im Leistungssport

Besonders geeignet ist Senso-Tape® aufgrund seiner qualitativen und sensitiven Eigenschaften für den Einsatz im Leistungssport. Senso-Tape® wird seit längerer Zeit bei der Behandlung von Profisportlern eingesetzt.